Was ist los an der Universität Bamberg?

Ausstellung Gedichte der Stille | Ringvorlesung Smart City | Abschiedsvorlesung Stefanie Stricker

  • Campus
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  • 07.01.2026
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  • Nora Stecklum, Hannah Fischer
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  • Lesedauer: 4 Minuten

Ausstellung Gedichte der Stille

ab 14. Januar 2026, 19 Uhr
Heumarkt 2, Teilbibliothek 4, 96047 Bamberg 

Die Ausstellung „Gedichte der Stille“, die ab Mittwoch, 14. Januar 2026, bis Sonntag, 15. März 2026, in der Teilbibliothek 4 der Universität Bamberg zu den Öffnungszeiten der Bibliothek zu sehen ist, zeigt ausgewählte Beispiele experimenteller Poesie des Frühwerks von Jiří Kolář. Im Mittelpunkt steht der Zyklus „Gersaints Aushängeschild“, der als originalgetreue Nachbildung der Erstfassung vollständig präsentiert wird. Jiří Kolář portraitiert mit seinen Gedichten bildende Künstler wie zum Beispiel Brâncuși, Calder oder Malevič, indem er jeweils ein für den Künstler charakteristisches Bild, Objekt oder Sujet typographisch nachbildet, und zwar ausschließlich aus den Buchstaben, die der betreffende Künstlername enthält. Der Name wird zum Werk und das Werk zum (Marken-)Zeichen. Die Buchpublikation aus dem Jahr 1966 ist neben weiteren Originalausgaben von Jiří Kolářs visueller Poesie in Vitrinen ausgelegt. Jiří Kolář (1914-2002) war gleichermaßen Dichter wie bildender Künstler und wie in kaum einem anderen künstlerischen Werk durchdringen sich bei Jiří Kolář Literatur und bildende Kunst. Er entwickelte insbesondere in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren, zahlreiche intermediale Techniken zur Erzeugung konkretistischer nonverbaler Poesie, wie beispielweise Analphabetogramme und dreidimensionale Tiefengedichte, mit denen Jiří Kolář neue Möglichkeiten der ästhetischen Erfahrung und Kommunikation erprobt. Jiří Kolářs Formen der visuellen Poesie können – ganz im Sinne des französischen Schriftstellers Stéphane Mallarmé – als Formen „verschwiegener Gedichte“, „Gedichte der Stille“ oder als „sprachlose Gedichte“ verstanden werden. 

Am Mittwoch, 14. Januar 2026, findet die Ausstellungseröffnung statt mit einer Begrüßung durch den Direktor der Universitätsbibliothek Dr. Fabian Franke, Grußworten von Prof. Dr. Kai Fischbach, Präsident der Universität, und Prof. Dr. Kai Nonnenmacher, Dekan der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften, sowie einer Einführung in die Ausstellung von Prof. Dr. Jeanette Fabian, Professorin für Slavische Kunst- und Kulturwissenschaft. Alle Interessierten sind zu der kostenfreien Veranstaltung eingeladen.

Weitere Informationen unter: https://www.uni-bamberg.de/slavart/news/artikel/einladung-zur-eroeffnung-der-ausstellung-gedichte-der-stille-jiri-kolars-konkretistische-formen-visueller-poesie/

Ringvorlesung Smart City

ab 15. Januar 2026, 18 Uhr
Markusstraße 8a, MG1/02.05 bzw. 02.06, 96047 Bamberg 

Die Smart City Ringvorlesung ist eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe des Smart City Research Lab. Die Ringvorlesung bringt Expertinnen und Experten zusammen, um zentrale Fragen der Gestaltung zukunftsfähiger Städte aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Im Januar finden drei Termine statt. Den Start macht am Donnerstag, 15. Januar 2026, Prof. Dr. Jens Grubert, Forschungsprofessor für Mensch-Maschine-Interaktion im Internet der Dinge an der Hochschule Coburg: Smart Cities erzeugen große Datenmengen – die Herausforderung ist, sie verständlich nutzbar zu machen. Der Vortrag zeigt, wie Extended Reality (XR) und Generative KI urbane Daten in immersive, intuitive Erfahrungen übersetzen und so das Verstehen, Erkunden und fundierte Entscheidungen in Stadtplanungen und kulturellem Erbe unterstützen. 

Diese und alle weiteren Veranstaltungen der Ringvorlesung richten sich an alle, die Stadt neu denken, aktuelle Forschungstrends kennenlernen und im Austausch mit Forschenden sowie Praktikerinnen und Praktikern diskutieren möchten. Die Teilnahme ist offen, und der Dialog mit dem Publikum ist ausdrücklich erwünscht.

Weitere Informationen und alle Termine der Ringvorlesung unter: https://www.uni-bamberg.de/scrl/ringvorlesung/

Abschiedsvorlesung Prof. Dr. Stefanie Stricker

27. Januar 2026, 18.15 Uhr; Anmeldung bis 13. Januar 2026
An der Universität 7 (U7), Hörsaal U7/01.05, 96047 Bamberg

Prof. Dr. Stefanie Stricker, Leiterin des Lehrstuhls für Deutsche Sprachwissenschaft (in Vertretung), hält am Dienstag, 27. Januar 2026, ihre Abschiedsvorlesung an der Universität Bamberg. Die Abschiedsvorlesung trägt den Titel „Zwischen den Zeilen und am Rande bemerkt. Glossen als Schlüssel zur mittelalterlichen Wissensvermittlung“. Die Vorlesung zeigt, wie althochdeutsche Glossen – kurze, zu lateinischen Texten gesetzte Worterklärungen – im Mittelalter als zentrales Lehrmittel in Klöstern und Domschulen dienten. Lehrer nutzten sie, um der Schülerschaft sowohl die lateinische Sprache als auch die Inhalte der kanonischen Texte zu erschließen. Anhand zahlreicher Beispiele aus mittelalterlichen Handschriften sollen sowohl Lerninhalte als auch didaktische Strategien dieser frühmittelalterlichen Wissensvermittlung anschaulich nachvollziehbar gemacht werden.
Alle Interessierten sind zu der kostenfreien Veranstaltung eingeladen. Um Anmeldung unter sekretariat.lehrstuhl.germ-ling(at)uni-bamberg.de bis Dienstag, 13. Januar 2026, wird gebeten.

Weitere Informationen unter: www.uni-bamberg.de/germ-ling/veranstaltungen/aktuelle-veranstaltungen/abschiedsvorlesung-im-wintersemester-25-26/

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Seite 174432, aktualisiert 07.01.2026