Neue Stimmen in den Gremien der Universität Bamberg

Universitätsrat und Kuratorium begrüßen Sandra Buchholz, Claus Huttner und Anja Miller

Prof. Dr. Sandra Buchholz, Claus Huttner und Anja Miller
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  • 20.01.2026
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  • Hannah Fischer
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  • Lesedauer: 5 Minuten

Seit Oktober 2025 haben sowohl der Universitätsrat als auch das Kuratorium der Otto-Friedrich-Universität Bamberg neue externe Mitglieder. Sie werden in den kommenden Jahren ihre fachliche Expertise, Netzwerke und neue Perspektiven für die strategische Weiterentwicklung der Universität einsetzen. Gleichzeitig sind die langjährigen Mitglieder Prof. Dr. Heike Klüver und Dr. Udo Meißner turnusmäßig aus dem Universitätsrat ausgeschieden.

Universitätsrat und Kuratorium zählen zu den wichtigsten Gremien der Universität Bamberg. Der Universitätsrat besteht aus zehn Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur, Wirtschaft und beruflicher Praxis sowie den gewählten Mitgliedern des Senats – so sieht es das Bayerische Hochschulinnovationsgesetz vor. Zu seinen Aufgaben zählen beispielsweise die Wahl der Präsidentin beziehungsweise des Präsidenten sowie der Vizepräsidentinnen und -präsidenten. der Mitglieder der Universitätsleitung sowie Beschlüsse über Entwicklungsplanungen oder über die Einrichtung, Änderung und Aufhebung von Studiengängen. Das Kuratorium berät die Universitätsleitung insbesondere bei größeren strategischen Vorhaben, berücksichtigt dabei regionale, gesellschaftliche und politische Entwicklungen und stärkt so die Verankerung der Universität in ihrem Umfeld.

Die Universität stellt die neuen Mitglieder vor:

Prof. Dr. Sandra Buchholz: Zwischen Alma Mater und bundesweiter Forschungslandschaft

Prof. Dr. Sandra Buchholz gehört zu den profiliertesten Stimmen der Bildungs- und Sozialforschung in Deutschland und ist seit dem 1. Oktober 2025 Mitglied des Universitätsrats. Ihre akademische Laufbahn ist eng mit der Universität Bamberg verbunden: Als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin, als akademische Rätin, Vertretungsprofessorin und Interimsdirektorin des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi) hat sie die wissenschaftliche Landschaft Bambergs über viele Jahre geprägt. Heute ist Sandra Buchholz Professorin für Quantitative Lebensverlaufssoziologie an der Leibniz Universität Hannover, verbunden mit einer Forschungsprofessur am Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Zudem trägt sie bundesweite Mandate – unter anderem im Kuratorium des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, im wissenschaftlichen Beirat des Bundesinstituts für Berufsbildung sowie in der Autorengruppe des Nationalen Bildungsberichts. „Sandra Buchholz kennt die Universität Bamberg von innen wie kaum eine zweite. Gleichzeitig bringt sie eine unverzichtbare Außenperspektive auf die Herausforderungen und Chancen im deutschen Wissenschaftssystem mit“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Kai Fischbach. Ihre Expertise zu Bildungsverläufen, sozialer Ungleichheit und Arbeitsmarktprozessen treffe zentrale Themen des Bamberger Profils. „Für die strategische Weiterentwicklung der Universität ist sie ein großer Gewinn.“

Claus Huttner: Unternehmerischer Weitblick und regionale Verwurzelung

„Mit Claus Huttner kommt eine Persönlichkeit in den Universitätsrat, die unternehmerische Exzellenz, Innovationskraft und regionale Verbundenheit vereint“, sagt Kai Fischbach. Huttner übernahm früh Verantwortung im elterlichen Betrieb und antizipierte bereits in den 1980er-Jahren die digitale Transformation. Er gründete eine eigene IT-Unternehmensberatung und später war er Mitbegründer der BI-LOG GmbH, aus der die BI-LOG Service Group Bamberg hervorgegangen ist. Als langjähriger Vorstandsvorsitzender des IT-Clusters Oberfranken e.V. nahm er die Rolle als Netzwerker und Motor der Branche ein. „Er hat maßgeblich dazu beigetragen, Oberfranken als innovativen und zukunftsfähigen IT-Standort zu etablieren – eine Leistung, von der die gesamte Region und damit auch die Universität Bamberg bis heute profitieren“, sagt Fischbach. Auch auf nationaler Ebene ist seine Expertise gefragt: So war er etwa Mitglied im DIHK-Ausschuss für Telekommunikation und neue Dienste in Berlin. „Für die Universität Bamberg ist Claus Huttner eine Brücke in die regionale Wirtschaft“, erläutert Kai Fischbach. Er kenne die Bedarfe der Unternehmen ebenso wie deren Innovationspotenzial und könne wichtige Impulse für den Wissens- und Technologietransfer geben.

Anja Miller: Journalistische Führungskraft mit Blick für Wandel und Talententwicklung

Das Kuratorium erhält Verstärkung durch Anja Miller, Leiterin von BR Franken. Mit ihrer beruflichen Erfahrung, fachlichen Kompetenz und regionalen Verwurzelung bringt sie neue Perspektiven in das Gremium ein und kehrt zugleich an ihre akademischen Wurzeln zurück: Sie hat an der Universität Bamberg ihr Studium absolviert und bereits während dieser Zeit für den Bayerischen Rundfunk gearbeitet. In ihrer beruflichen Laufbahn hat Miller zahlreiche Schlüsselrollen innerhalb des BR übernommen: Sie verantwortete zeitweise die journalistische Ausbildung, leitete ab 2014 den Bereich Fernsehaktualität und gestaltete dessen crossmediale Neuausrichtung maßgeblich mit. Von 2021 bis 2024 führte sie das ARD-Studio Rom und berichtete aus Italien, Griechenland, Malta und dem Vatikan. Seit 2024 steht sie an der Spitze von BR Franken. „Ihre tiefe Kenntnis der für unsere Region bedeutsamen Themen und Diskurse macht Anja Miller zu einer starken Stimme im Kuratorium“, sagt Kai Fischbach. „Dass sie zugleich an unserer Universität studiert hat, junge Talente im Journalismus ausgebildet und anspruchsvolle Veränderungsprozesse im Bayerischen Rundfunk geführt hat, gibt ihr eine Perspektive, die für die Weiterentwicklung unserer Universität besonders wertvoll ist.“

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Seite 174570, aktualisiert 20.01.2026