Wahlportal statt Wahllokal

Die Hochschulwahlen finden zwischen dem 28. Juni und 5. Juli erstmals online statt.

Laptopbildschirm mit der Startseite des Wahlportals zu den Online-Hochschulwahlen
  • Campus
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  • 28.06.2022
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  • Hannah Fischer
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  • Lesedauer: 5 Minuten

Stell Dir vor, es ist Hochschulwahl und keine*r geht hin. Stattdessen kommt die Wahl zu Dir nach Hause. 2022 finden die Hochschulwahlen nämlich erstmals als internetbasierte Online-Wahlen mit der Möglichkeit zur Briefwahl statt. Das Wahlportal löst damit das Wahllokal ab und dieStimmabgabe ist zwischen Dienstag, 28. Juni, 18 Uhr, und Dienstag, 5. Juli, 18 Uhr, per Klick möglich.„Durch die Corona-Pandemie haben sich fast alle Bereiche der Universität ins Digitale verlagert. Auch wenn im Sommersemester 2022 wieder nahezu Normalität eingekehrt ist, nimmt die Universität im Sinne ihrer Digitalisierungsstrategie Lehren aus dieser Zeit mit und möchte digitale Techniken nicht nur in der Lehre, sondern auch in der Selbstverwaltung sinnvoll einsetzen“, erklärt Dr. Dagmar Steuer-Flieser, Kanzlerin der Universität und Wahlleiterin. Denn eine Onlinewahl bietet nicht nur in Zeiten einer Pandemie Vorteile: „Einerseits können wir so den Wahlzeitraum ausweiten. Andererseits wird der Zugang erleichtert – insbesondere für Personen, die sich zum Zeitpunkt der Wahl nicht in Bamberg befinden.“ Das können zum Beispiel Studierende sein, die gerade ein Semester im Ausland verbringen, erklärt Dagmar Steuer-Flieser. In der nächsten Wahlperiode betrifft das auch alle Mitarbeitenden der Universität. Sie werden, anders als die Studierenden, nur alle zwei Jahre an die Urne gebeten. Ebenso erhofft sich die Kanzlerin eine höhere Wahlbeteiligung, dadurch dass mit der Online-Wahlmöglichkeit die Hürden zur Teilnahme weiter gesenkt werden. „Und nicht zuletzt leisten wir mit dem neuen Wahlformat auch einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit an unserer Universität“, erläutert die Kanzlerin. Eine große Menge Papier könne dadurch eingespart werden.

Sicherheit ist bei internetbasierter Online-Wahl gewährleistet

Das Portal, über das die Stimmabgabe läuft, ist inzwischen vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert. Diese Zertifizierung ist Voraussetzung dafür, dass die Universität die Software nutzen kann, da das sogar in der Wahlsatzung festgeschrieben ist. „Im vergangenen Jahr lag die Zertifizierung der Software noch nicht vor, weshalb die Wahlen 2021 Corona-bedingt ausschließlich per Brief stattfinden mussten“, erklärt Dagmar Steuer-Flieser. In der Zwischenzeit konnten jedoch andere Hochschulen bereits Erfahrungen mit der Online-Wahl über „Polyas“ sammeln. „Auf diese durchweg positiven Erfahrungswerte konnten wir bei der Einführung an der Universität Bamberg zurückgreifen“, erläutert Benedikt Kammerl, der für die Durchführung der Hochschulwahlen zuständig ist.

Die Stimmabgabe funktioniert online im Prinzip genauso wie auf Papier. Gewählt werden Vertreter*innen für den Senat, das Studierendenparlament sowie die Fakultätsräte. Online kann das Kreuzchen gesetzt werden. Ein weiterer Vorteil: Es gibt ein Feedbacksystem, das die Wähler*innen warnt, falls sie ungültig wählen. „Wähler*innen haben so die Möglichkeit, etwaige Fehler zu korrigieren. Aber selbstverständlich kann der virtuelle Wahlzettel auch ungültig abgegeben werden. Eine Wahlenthaltung ist ebenfalls möglich“, erklärt Benedikt Kammerl. Die Wahl könne darüber hinaus prinzipiell von allen Endgeräten aus durchgeführt werden. Kammerl empfiehlt jedoch einen einigermaßen großen Bildschirm.

In diese Gremien wählen Studierende ihre Vertreter*innen:

  • Das Studierendenparlament setzt sich für die Interessen der Studierenden ein. Dabei geht es unter anderem um die Förderung der geistigen, musischen, kulturellen und sportlichen Interessen der Studierenden. Ziel ist es, Lösungen zu finden, die die Situation der Student*innen nachhaltig verbessern.
  • Der Senat ist das wichtigste, zentrale Organ für die internen Angelegenheiten der Universität. Er nimmt beispielsweise Stellung zu Vorschlägen für Berufungen von Professorinnen und Professoren oder beschließt Vorschläge für Einrichtung, Änderung oder Aufhebung von Studiengängen.
  • Die Fakultätsräte, beschäftigen sich mit grundsätzlichen Fragen der Forschung und Lehre auf Fakultätsebene. Dabei geht es um die Verwendung von Ressourcen, wie beispielsweise Geld- und Sachmittel, oder auch um Studien- und Prüfungsordnungen.

Filmreihe gibt Einblick in Aufgaben der Studierendenvertretung

Unter dem Hashtag #checkdiestuve gaben Akteurinnen und Akteure der Studierendenvertretung bereits vergangenes Jahr einen Überblick darüber, welche Funktionen die zu wählenden Ämter und Gremien haben. So kommen in den Filmen zum Beispiel Vertreter*innen der vier Fachschaften zu Wort, die den Studierenden erklären, welche Aufgaben die Fachschaften haben, wer sich an sie wenden kann und welche Unterstützung sie bieten können. Zwei Mitglieder des Studierendenparlaments klären über die Zusammensetzung und Funktion des Parlaments auf und geben Einblicke in die Arbeit der Referate. Diese und weitere Filme sind zu finden auf Facebook, Instagram und Youtube. Neben den Erklärungen gibt es auch in jedem Video Einblicke in die praktische Arbeit und die persönlichen Motive, sich in der Studierendenvertretung zu engagieren.

Die Videos sind in einer Playlist zu finden unter: https://www.youtube.com/playlist?list=PLIszigRXrw5M1DYNwYa75nVnKz1oVtTrG

Alle Infos zur diesjährigen Wahl gibt es hier: www.uni-bamberg.de/abt-studium/hochschulwahlen/hochschulwahlen-2022

Das Wahlportal ist zu finden unter: https://wahlen.uni-bamberg.de/

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