Neuer Elitestudiengang für die Universität Bamberg

Masterstudiengang „Applied Social Data Science“ startet zum Wintersemester 2027/28

Studierende auf dem Campus
  • Campus
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  • 06.11.2026
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  • Hannah Fischer

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg hat sich im Wettbewerb um neue Elitestudiengänge durchgesetzt: Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat den Studiengang „Applied Social Data Science“ für die Förderung innerhalb des Elitenetzwerks Bayern ausgewählt. Der neue Masterstudiengang soll zum Wintersemester 2027/28 starten. Der zukunftsweisende Elitestudiengang verbindet empirische Sozialforschung mit Computational Social Science und Statistik und schafft eine innovative Verzahnung von exzellenter wissenschaftlicher Ausbildung mit unmittelbarer Forschungspraxis. Eingebunden in ein internationales Forschungsnetzwerk und intensiv persönlich betreut, sammeln besonders leistungsstarke Studierende in kleinen Lerngruppen frühzeitig eigene Forschungserfahrung und bereiten sich gezielt auf wissenschaftlich anspruchsvolle Karrieren vor. Das Wissenschaftsministerium fördert den Elitestudiengang für fünf Jahre mit der Option einer antragsbasierten Verlängerung.

„Mit dem neuen Studiengang Applied Social Data Science entwickeln wir unser Studienangebot an einer Schnittstelle weiter, die für Wissenschaft und Gesellschaft besonders wichtig ist“, sagt Prof. Dr. Stefan Hörmann, Vizepräsident für Lehre und Studierende der Universität Bamberg. „Der Studiengang verbindet die Exzellenz der sozialwissenschaftlichen Forschung unserer Universität mit ausgewiesener Expertise in Statistik, Data Science und Künstlicher Intelligenz. Die Aufnahme in das Elitenetzwerk Bayern ist eine besondere Auszeichnung für dieses innovative Lehrkonzept.“

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume: „Daten sind der Rohstoff unserer Zeit. Wer sie klug und vor allem verantwortungsbewusst einsetzt, macht heute den Unterschied. Denn klar ist: Fortschritt heißt, nicht nur zu verstehen, was technologisch möglich ist, sondern auch, was gesellschaftlich sinnvoll und ethisch verantwortbar ist. Dafür sind die Geistes- und Sozialwissenschaften unverzichtbar. Der Ansatz unserer Elitestudiengänge ist klar: Wir wollen fördern, fordern und interdisziplinäre Ansätze forcieren. Unsere Elitestudiengänge bieten hohe Betreuungsintensität, wissenschaftliche Exzellenz und vielseitige zusätzliche Angebote zur Persönlichkeitsbildung. Herzlichen Dank an die Otto-Friedrich-Universität Bamberg für ihr hervorragendes Konzept für den Studiengang ‚Applied Social Data Science‘. Dieser Studiengang ist mehr als ein akademisches Programm – er ist eine Ideenschmiede für die Zukunft unserer Gesellschaft.“

Daten nutzen, um gesellschaftliche Herausforderungen zu verstehen

Ob Arbeitswelt, Bildung, Familie, Migration oder Gesundheit: Für die Erforschung gesellschaftlicher Herausforderungen stehen immer größere und vielfältigere Datenbestände zur Verfügung. Neben umfangreichen Befragungs- und administrativen Daten gewinnen digitale Datenquellen an Bedeutung. Gleichzeitig eröffnet Künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten, Daten zu erheben, aufzubereiten und auszuwerten. Auf diese Entwicklungen reagiert der neue Elitestudiengang.

„Die Wissenschaft braucht Forschende, die evidenzbasierte Lösungen für gesellschaftliche Probleme entwickeln. Dafür müssen sie den Umgang mit komplexen Daten und innovativen Methoden beherrschen“, sagt Prof. Dr. Prof. h.c. Michael Gebel, Sprecher des neuen Elitestudiengangs. „Genau diese Kompetenzen führen wir in diesem Studiengang zusammen.“

Studierende profitieren von großem Netzwerk

Der viersemestrige Masterstudiengang ist konsequent forschungsorientiert. Die Studierenden erhalten unmittelbar Einblicke in die Arbeit renommierter wissenschaftlicher Einrichtungen und sammeln eigene Forschungserfahrung. Dafür baut der Studiengang auf einem exzellenten Netzwerk auf. Beteiligt sind ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler insbesondere aus Soziologie sowie aus der Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Statistik der Universität Bamberg. Als Kooperationspartner kommen hinzu: das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi), das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb), das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit sowie die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Der englischsprachige Studiengang hat zudem ein klares internationales Profil durch die Einbindung internationaler Gäste und die Förderung von Forschungs- und Studienaufenthalten im Ausland.

Mit der Verbindung aus methodischer Ausbildung, eigener Forschungspraxis und internationaler Vernetzung bereitet der Studiengang insbesondere auf eine Promotion und eine wissenschaftliche Laufbahn vor. Gleichzeitig qualifiziert er für anspruchsvolle Tätigkeiten außerhalb der Wissenschaft, bei denen sozialwissenschaftliche Expertise mit Data Science verbunden wird. Eine Bewerbung für den Studiengang wird voraussichtlich ab Sommer 2027 möglich sein.

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Seite 178871, aktualisiert 06.11.2026