Ringvorlesung Smart City
ab 26. Oktober 2026, 18.15 Uhr
An der Universität 2 (U2), Raum U2/01.33, 96047 Bamberg
Auch im Wintersemester 2026/2027 findet die Smart City Ringvorlesung an der Universität Bamberg statt. Den Auftakt macht am 26. Oktober 2026 Dr. Till Nagel von der Hochschule Mannheim. Sein Vortrag „Re-seeing the City: Urban Visualization Between Past and Future“ widmet sich der Frage, wie städtische Visualisierungen dazu beitragen können, Städte neu zu verstehen und urbane Entwicklungen sichtbar zu machen.
Städtische Visualisierungen verbinden Analyse und Kommunikation. Sie machen urbane Bewegungen, Konflikte und Umweltprozesse sichtbar und prägen zugleich die Wahrnehmung von Städten. Till Nagel zeigt Arbeiten an der Schnittstelle von visueller Analyse und Ausstellungsdesign. Anhand von Mobilitätsdaten, historischen Archiven und Klimadaten zeigt er, wie sich räumliche und zeitliche Zusammenhänge in Städten visualisieren lassen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Einbettung von Daten in den physischen Stadtraum, insbesondere durch AR-gestützte Visualisierungen.
Die Smart City Ringvorlesung ist eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe des Smart City Research Lab. Die Ringvorlesung bringt internationale Expertinnen und Experten zusammen, um zentrale Fragen der Gestaltung zukunftsfähiger Städte aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Stadt neu denken, aktuelle Forschungstrends kennenlernen und mit Forschenden sowie Praktikerinnen und Praktikern ins Gespräch kommen möchten. Alle Interessierten sind zu der kostenfreien Veranstaltung eingeladen und der Dialog mit dem Publikum ist ausdrücklich erwünscht. Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.
Weitere Informationen und alle Termine der Ringvorlesung unter: https://www.uni-bamberg.de/scrl/ringvorlesung/
Diskurswerkstatt: Gerechtigkeit
ab 27. Oktober 2026, 18 Uhr
Altes E-Werk (VHS Bamberg Stadt), Großer Saal, Tränkgasse 4, 96052 Bamberg
Im Wintersemester 2026/27 findet erneut die „Diskurswerkstatt“ statt. Ab Dienstag, 27. Oktober 2026, geht es an drei Abenden um die Frage, was Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft bedeutet und wie gerecht derzeitige Chancen und Lebensbedingungen sind. Im Mittelpunkt stehen die Themen Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit, raumbezogene Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit. Wissenschaftliche Impulse treffen dabei auf lokale Praxisperspektiven und laden zum gemeinsamen Austausch und zur Diskussion ein.
Zum Auftakt am Dienstag, 27. Oktober 2026, spricht Prof. Dr. Corinna Kleinert vom Leibniz-Institut für Bildungsverläufe in Bamberg über das Thema „Bildung für alle? Teilhabegerechtigkeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit“. In ihrem Vortrag „Wer kommt wie durch das Bildungssystem? Empirische Erkenntnisse zur Bedeutung von sozioökonomischer Herkunft und individuellen Lebenswegen“ gibt sie einen empirischen Einblick in Bildungsungleichheiten im deutschen Bildungssystem. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie soziale Herkunft, individuelle Lebenswege und institutionelle Rahmenbedingungen Bildungschancen prägen und an welchen Stellen Teilhabe erschwert wird.
Der zweite Teil am Dienstag, 8. Dezember 2026, widmet sich der räumlichen Dimension von Gerechtigkeit und fragt, was sie für Bamberg bedeutet. Prof. Dr. Marc Redepenning vom Lehrstuhl Kulturgeografie gibt mit seinem Vortrag „Raumbezogene Gerechtigkeit. Ein neuer lokaler Blick zwischen Umwelt, Sozialem und Wirtschaft“ Einblicke in das Konzept und eröffnet neue Perspektiven auf die Stadt und ihre Räume.
Den Abschluss bildet am Dienstag, 12. Januar 2027, die Frage nach der Bedeutung von Generationengerechtigkeit und der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Dr. Pia Jäger vom Deutschen Jugendinstitut München beleuchtet in ihrem Vortrag „Generationengerechtigkeit – Junge Menschen als Außenseiter und Minderheit in einer alternden Gesellschaft?“ die gesellschaftliche Position junger Menschen und fragt, wie ihre Interessen in politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen berücksichtigt werden können.
Im Anschluss an die jeweiligen Vorträge wird gemeinsam mit lokalen Akteuren über die Situation vor Ort gesprochen. Wo liegen Herausforderungen und welche Möglichkeiten gibt es, vor Ort etwas zu verändern? Unter anderem mit dabei sind die Kontaktstelle Studium und Behinderung, Arbeiterkind Bamberg, der Migrationsbeirat, der VCD, der Bürgerverein Bamberg Ost, das Stadtplanungsamt Bamberg, iSo e. V. sowie die Familienbeauftragte und die Seniorenbeauftragte der Stadt Bamberg.
Alle Interessierten sind zu den kostenfreien Veranstaltungen herzlich eingeladen. Um Anmeldung über die VHS Bamberg Stadt wird gebeten.
Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.vhs-bamberg.de/suche?tx_itemkgconnect_search%5Bsword%5D=diskurswerkstatt
Ausstellungseröffnung: „Die vertriebenen Kinder“ – Flucht und Vertreibung aus kindlicher Perspektive
29. Oktober 2026, 18 Uhr
Teilbibliothek 4 (TB4), Heumarkt 2, 96047 Bamberg
Wie erlebten Kinder das Ende des Zweiten Weltkriegs, die Vertreibung aus ihrer Heimat und den Neuanfang im zerstörten Deutschland? Die Ausstellung „Die vertriebenen Kinder“ widmet sich diesen Fragen. Anhand der gleichnamigen Graphic Novel werden fünf Lebensgeschichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erzählt, die als Kinder nach 1945 aus der Tschechoslowakei vertrieben wurden. Die persönlichen Erinnerungen wurden vom Dokumentarfilmer Jan Blažek und dem Schriftsteller Marek Toman gemeinsam mit fünf tschechischen Comiczeichnerinnen und -zeichnern in Bildergeschichten übersetzt.
Die Ausstellung wird am Donnerstag, 29. Oktober 2026, um 18 Uhr im Rahmen des Semesterauftakts der Europäischen Ethnologie an der Universität Bamberg eröffnet. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion geben Jan Blažek und Marek Toman Einblicke in die Entstehung der Graphic Novel und sprechen darüber, wie sich Erfahrungen von Flucht und Vertreibung in Interviews, Texten und Bildern vermitteln lassen. Als besondere Gäste haben sich auch in der Graphic Novel porträtierte Zeitzeuginnen angekündigt. Die Ausstellung wurde durch die Initiative von Jana Paulina Lobe, Alumna und ehemalige Mitarbeiterin der Europäischen Ethnologie , und Christina Meinusch, Heimatpflegerin der Sudetendeutschen und Lehrbeauftragte in der Europäischen Ethnologie, an die Universität Bamberg vermittelt.
Die Ausstellung ist bis zum 20. Dezember 2026 in der Teilbibliothek 4 zu sehen. Begleitende Veranstaltungen greifen die Themen Flucht, Vertreibung und Erinnerungskultur aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung und zu den Begleitveranstaltungen ist kostenfrei.
Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm finden Sie hier.
Öffnungszeiten der Teilbibliothek 4: Montag bis Freitag, 08:30 – 24 Uhr, Samstag und Sonntag, 10 – 20 Uhr
Theologisches Forum: Deradikalisierung – ein christlicher Auftrag?
Ab 29. Oktober 2026, 18.15 Uhr
An der Universität 2 (U2), Hörsaal U2/00.25, 96047 Bamberg
Wie kann das Christentum zur Deradikalisierung beitragen? Welche Rolle spielen christliche Narrative bei der Verbreitung extremistischer Ideologien, insbesondere in sozialen Medien? Und wie kann ein konstruktiver Umgang mit christlichem Fundamentalismus und christlich begründetem Rechtsextremismus gelingen? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das Theologischen Forum „Deradikalisierung – ein christlicher Auftrag?“ im Wintersemester 2026/27 an der Universität Bamberg. Fünf Vorträge beleuchten aus theologischer, gesellschaftlicher und politischer Perspektive die Herausforderungen im Umgang mit Extremismus und Gewalt. Auch die Möglichkeiten der Prävention sowie des Ausstiegs aus radikalen Gruppierungen sind Thema. Den Auftakt macht am Donnerstag, 29. Oktober 2026, Prof. Dr. Kristin Merle von der Universität Hamburg mit ihrem Vortrag „Was kann das Christentum zu Deradikalisierung beitragen?“ Auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann ist mit einem Vortrag am 14. Januar 2027 zu Gast.
Veranstaltet wird die Vortragsreihe von den Instituten für Evangelische Theologie und für Katholische Theologie der Universität Bamberg sowie von der Katholischen Erwachsenenbildung im Erzbistum Bamberg.
Alle Interessierten sind herzlich zu den kostenfreien Vorträgen eingeladen.
Alle Termine und Themen sind zu finden unter: www.uni-bamberg.de/ktheo/konfessionelle-kooperation/veranstaltungen/forum/theologisches-forum-2026-27/
Informatik im Herbstferienprogramm der Universität Bamberg
3. und 4. November 2026, ab 9 Uhr: „Auf die Plätze – Technik – los!“ (10 bis 14 Jahre)
4. bis 6. November 2026: „KI-HerbstUni“ (ab der 10. Klasse)
ERBA, An der Weberei 5, 96047 Bamberg
Wie funktionieren Apps, wie werden Roboter programmiert und was steckt hinter Künstlicher Intelligenz? Vom 3. bis 6. November 2026 lädt die Universität Bamberg Schülerinnen und junge Frauen dazu ein, diese und weitere Fragen im Rahmen ihres Herbstferienprogramms zu erkunden. Unter dem Dach von „MUT – Mädchen und Technik“ bietet die Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (WIAI) zwei Veranstaltungen für unterschiedliche Altersgruppen an: „Auf die Plätze – Technik – los!“ für Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren sowie die „KI-HerbstUni“ für Schülerinnen ab der 10. Klasse.
Bei „Auf die Plätze – Technik – los!“ am Dienstag und Mittwoch, 3. und 4. November 2026, stehen praktisches Ausprobieren, kreatives Gestalten und technisches Tüfteln im Mittelpunkt. In interaktiven Workshops lernen die Teilnehmerinnen spielerisch die Grundlagen des Programmierens kennen und beschäftigen sich mit Themen wie App-Design, Bioakustik und Robotik. Sie können eigene Anwendungen gestalten, Daten auswerten, mit Mini-Robotern experimentieren oder eine kleine Platine löten. Das Angebot ermöglicht es den Mädchen, ihre technischen Fähigkeiten zu entdecken und Informatik aus einer praktischen Perspektive kennenzulernen.
Die „KI-HerbstUni“ von Mittwoch bis Freitag, 4. bis 6. November 2026, richtet sich an ältere Schülerinnen und junge Frauen, die sich intensiver mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen möchten. Im dreitägigen Workshop stehen maschinelles Lernen, generative KI und Sprachmodelle im Mittelpunkt. Durch eigene kleine Projekte lernen die Teilnehmerinnen, wie KI-Systeme funktionieren und wie sie sich anwenden lassen. Dabei geht es auch um die Frage, wie Künstliche Intelligenz dazu beitragen kann, das gesellschaftliche und demokratische Miteinander zu fördern.
Beide Angebote sollen Mädchen und junge Frauen für Informatik und Technik begeistern und ihnen neue Perspektiven eröffnen. Während „Auf die Plätze – Technik – los!“ vor allem einen altersgerechten, praxisnahen Einstieg in verschiedene Informatikthemen ermöglicht, bietet die „KI-HerbstUni“ die Gelegenheit, sich vertieft mit aktuellen Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz auseinanderzusetzen.
Das Herbstferienprogramm ist Teil der Initiative „MUT – Mädchen und Technik“, die auf eine Initiative der Hochschule Coburg zurückgeht und an verschiedenen Standorten in Oberfranken angeboten wird. An der Universität Bamberg findet die Aktion bereits seit 2005 im Rahmen des Herbstferienprogramms der Fakultät WIAI statt.
Die Teilnahme an „Auf die Plätze – Technik – los!“ kostet 5 Euro pro Workshop. Die Teilnahme an der „KI-HerbstUni“ ist kostenfrei. Anmeldungen sind bis zum 1. November 2026 für „Auf die Plätze – Technik – los!“ und bis zum 28. Oktober 2026 für die „KI-HerbstUni“ möglich.
Anmeldung und weitere Informationen unter: www.uni-bamberg.de/mut/
