Cordula Artelt ist neues Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Bamberger Bildungswissenschaftlerin freut sich auf den Austausch in der Gelehrtengemeinschaft

Portrait von Cordula Artelt
  • Forschung
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  • 03.05.2022
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  • Iris Meyer, Florian Mayer
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  • Lesedauer: 3 Minuten

Die Direktorin des Bamberger Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi), Prof. Dr. Cordula Artelt, wurde zum neuen Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) gewählt. Damit wird sie als eine von insgesamt neun neuen bayerischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gewürdigt, die zu einer wesentlichen Erweiterung des Wissenstandes in ihrem jeweiligen Fach beigetragen haben.

„Die Aufnahme in die Bayerische Akademie der Wissenschaften ist eine besondere Auszeichnung“, so Cordula Artelt. „Ich freue mich sehr auf den Austausch in der bayerischen Gelehrtengemeinschaft und auf die Gestaltungsmöglichkeit der Akademie als Forschungseinrichtung.“

Prof. Dr. Cordula Artelt, Direktorin des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe und Lehrstuhlinhaberin für Bildungsforschung im Längsschnitt an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, ist mit der Wahl nun eines von rund 200 ordentlichen Mitgliedern der Akademie. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Lesekompetenz und Textverstehen mit multiplen Dokumenten, digitale und datenbezogene Kompetenzen sowie Metakognition und selbstreguliertes Lernen.

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften (BAdW) wurde 1759 gegründet und fungiert als außeruniversitäre Forschungseinrichtung und Gelehrtengemeinschaft. Als die größte von insgesamt acht deutschen Länderakademien stellt sie einen Ort des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft dar. Forscherinnen und Forschern schafft sie ein interdisziplinäres Forum, in dem durch Synergieeffekte und Netzwerke Impulse für neue Forschungsfragen entstehen. Die vertretenen Fächer innerhalb der BAdW decken das gesamte Spektrum der Wissenschaft ab: Ihre Mitglieder forschen in den Geistes- und Kulturwissenschaften, den Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, den Natur- und Technikwissenschaften und der Mathematik sowie den Natur- und Lebensmittelwissenschaften und der Medizin.                                         

Das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) untersucht Bildungsprozesse von der Geburt bis ins hohe Erwachsenenalter. Um die bildungswissenschaftliche Längsschnittforschung in Deutschland zu fördern, stellt das LIfBi grundlegende, überregional und international bedeutsame, forschungsbasierte Infrastrukturen für die empirische Bildungsforschung zur Verfügung.

Kern des Instituts ist das Nationale Bildungspanel (NEPS), das am LIfBi beheimatet ist und die Expertise eines deutschlandweiten, interdisziplinären Exzellenznetzwerks vereint. Weitere Großprojekte, an denen das LIfBi beteiligt oder führend ist, sind die Geflüchtetenstudie „Bildungswege von geflüchteten Kindern und Jugendlichen“, die Studie DaLi zu digitalen und datenbezogenen Kompetenzen der deutschen Bevölkerung oder das schulbezogene Inklusionsprojekt INSIDE. Grundlage dafür sind die eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, insbesondere die fundierte Instrumenten- und Methodenentwicklung für längsschnittliche Bildungsstudien, von der auch andere Infrastruktureinrichtungen und -projekte profitieren.

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Seite 150990, aktualisiert 18.05.2022