Diskriminierung kann jungen Menschen in ganz unterschiedlichen Situationen begegnen – etwa in der Schule, im Verein oder im öffentlichen Raum. Sie kann sich beispielsweise darin äußern, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion, einer Behinderung oder ihrer sexuellen Orientierung ungerecht behandelt werden. Gerade für junge Menschen können solche Erfahrungen negative Folgen für das psychische Wohlbefinden haben. Wie wirken sie sich auf die Stimmung und das psychische Wohlbefinden im Alltag aus? Dieser Frage geht ein Forschungsprojekt am Lehrstuhl für Klinische Kinder- und Jugendlichenpsychologie der Otto-Friedrich-Universität Bamberg nach. Bislang wird der Zusammenhang zwischen Diskriminierung und psychischer Gesundheit vor allem im US-amerikanischen Raum untersucht; für Deutschland liegen vergleichsweise wenige Studien vor.
Die Bamberger Studie nimmt dabei unterschiedliche Formen von Diskriminierung gemeinsam in den Blick: Sie richtet sich nicht nur an Menschen, die aufgrund eines bestimmten Merkmals diskriminiert werden, sondern berücksichtigt auch, dass mehrere Diskriminierungsursachen zusammenwirken können – beispielsweise Herkunft, Geschlecht und sexuelle Orientierung. Aktuell suchen die Forschenden noch Teilnehmende für die Tagebuchstudie.
Wer kann teilnehmen?
Teilnehmen können Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahre, die selbst Diskriminierung erleben und gut Deutsch oder Englisch sprechen.
Wie läuft die Teilnahme ab?
Die Studie beginnt mit einem Einführungstermin, bei dem die Teilnehmenden Fragebögen ausfüllen, ausführliche Informationen zur Studie erhalten und einige Fragen in einem Interview beantworten. Anschließend folgt eine zehntägige Tagebuchstudie: Mehrmals täglich beantworten die Teilnehmenden auf ihrem Smartphone kurze Fragen, beispielsweise zu ihrer aktuellen Stimmung, und tragen mögliche Diskriminierungserfahrungen ein. Bei einem Abschlusstermin füllen sie erneut Fragebögen aus und nehmen an einem weiteren Interview teil. Der Einführungs- und Abschlusstermin können entweder online über Zoom oder am Lehrstuhl für Klinische Kinder- und Jugendlichenpsychologie in der Kapuzinerstraße 32 in Bamberg stattfinden.
Als Dankeschön für ihre Mitarbeit erhalten die Teilnehmenden bis zu 30 Euro. Die Höhe richtet sich danach, wie viele Fragebögen sie während der Tagebuchstudie beantworten. Interessierte können über ein kurzes Vor-Screening herausfinden, ob sie für die Studie infrage kommen.
Weitere Informationen, Vor-Screening und Teilnahme unter:https://www.uni-bamberg.de/kijupsych/forschung/forschungsprojekt-diskriminierung-und-psychische-gesundheit/
