Fränkisches Zentrum für KI-Forschung entsteht

Fünf fränkische Hochschulen werden gemeinsam Teil des europäischen KI-Forschungsnetzwerks ELLIS

Kollage neue ELLIS-Standorte
  • Forschung
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  • 26.05.2026
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  • externer Beitrag, Hannah Fischer
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  • Lesedauer: 3 Minuten

Die Universitäten Würzburg, Erlangen-Nürnberg, Bamberg, Bayreuth und die Technische Universität Nürnberg bilden die ELLIS Unit Franconia. Geleitet wird der neue Verbund von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU), der Friedrich-Alexader-Universität Erlangen-Nürnberg und der Technischen Universität Nürnberg. Die Universitäten Bamberg und Bayreuth komplettieren die ELLIS Unit Franconia.

Der fränkische Verbund ist eine von sieben neuen ELLIS Units, die das europäische Forschungsnetzwerk im Mai offiziell verkündet hat. Neben der ELLIS Unit Franconia sind das die Units Czechia, Denmark, Grenoble, NRW, Slovenia und Sweden – insgesamt zählt das Netzwerk nun 44 solcher Units, an denen von Schweden bis Portugal 150 Einrichtungen beteiligt sind.

Neue Möglichkeiten für Franken und Europa

Das European Laboratory for Learning and Intelligent Systems, kurz ELLIS, ist ein führendes Netzwerk in den Bereichen Machine Learning und Künstliche Intelligenz. Die Schaffung des fränkischen Verbundes bestätigt die wachsende Bedeutung der KI-Forschung in der Region und an der Universität Bamberg. Mit ihr eröffnen sich neue Möglichkeiten für wissenschaftliche Zusammenarbeit, Talentförderung und gemeinsame Forschungsprojekte über ganz Europa hinweg. Den Bamberger Beitrag zum Forschungsverbund leistet das Bamberg Center for Artificial Intelligence (BaCAI). 

Prof. Dr. Ute Schmid, geschäftsführende Direktorin des BaCAI und Inhaberin des Lehrstuhls für Kognitive Systeme, sagt: „Die ELLIS Unit Franconia ist eine große Chance, die KI-Forschung in Nordbayern noch enger zu vernetzen und gemeinsam international sichtbar zu machen. Mit dem Bamberg Center for Artificial Intelligence bringen wir unsere Expertise in zentralen Zukunftsfeldern der KI ein – von maschinellem Lernen und Sprachtechnologien über Mensch-KI-Interaktion bis hin zu vertrauenswürdiger und erklärbarer KI. Besonders wichtig ist uns dabei der interdisziplinäre Ansatz: In Bamberg verbinden wir technologische Innovation mit Perspektiven aus den Geistes-, Sozial-, Human- und Bildungswissenschaften. So wollen wir KI-Systeme entwickeln, die leistungsfähig, verantwortungsvoll und am Menschen orientiert sind.“

Weitere Stimmen

Professor Radu Timofte, Universität Würzburg, Lehrstuhlinhaber Informatik IV (Computer Vision), ELLIS-Direktor:
„Die Gründung der ELLIS Unit Franconia ist sowohl eine Anerkennung der herausragenden KI-Forschung, die bereits in unserer Region stattfindet, als auch ein starkes Bekenntnis zu ihrer Zukunft. Unsere Unit vereint Exzellenz in maschinellem Lernen, Computer Vision, Robotik, Sprachtechnologien, Data Science, medizinischer KI, Foundation Models sowie vertrauenswürdiger, menschenzentrierter KI. Als Teil des ELLIS-Netzwerks werden wir die internationale Zusammenarbeit stärken, die nächste Generation von KI-Forschenden gewinnen und ausbilden und den Transfer verantwortungsvoller KI-Innovationen in Wissenschaft, Gesundheit, Industrie und Gesellschaft beschleunigen.“

Professor Florian Marquadt, FAU/Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, ELLIS-Direktor:
„Ich freue mich sehr, dass die Stärke der Region in der KI-Forschung durch die Einrichtung der ELLIS Unit Franconia noch deutlicher wird. Die Unit bringt ein vielfältiges Netzwerk von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen, das ein breites Spektrum abdeckt – von medizinischer KI über Foundation Models bis hin zu ethischer KI. Während die FAU in all diesen Bereichen stark vertreten ist, treiben wir am Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts insbesondere KI für die Wissenschaft im Bereich der Quantenphysik sowie das neuromorphe Computing voran. Dabei besteht die Hoffnung, heutige energiehungrige digitale neuronale Netzwerke durch energieeffizientere, physikbasierte Lösungen zu ersetzen.“

Professor Andreas Hotho, Universität Würzburg, Sprecher CAIDAS und Lehrstuhlinhaber Informatik X (Data Science):
„Die ELLIS Unit Franconia ist ein wichtiger Schritt, um die KI- und Data-Science-Forschung in Franken noch sichtbarer und wirksamer zu machen. CAIDAS bringt hier seine breite Expertise von den methodischen Grundlagen des maschinellen Lernens über Sprachmodelle, menschzentrierte KI und datengetriebene Modellierung bis hin zu verantwortungsvollen KI-Anwendungen in unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen und dem Transfer in die Gesellschaft ein. Besonders wertvoll ist für uns, dass die neue Unit die KI-Forschung in Franken eng in das ELLIS-Netzwerk integriert und damit neue Möglichkeiten für internationale Zusammenarbeit, Sichtbarkeit und wissenschaftlichen Austausch schafft.“

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Seite 176285, aktualisiert 26.05.2026