Auszeichnung für Bamberger Informatiker

Christian Kremitzl erhält Preis für gute Lehre des Wissenschaftsministeriums

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  • 20.04.2026
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  • Hannah Fischer
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  • Lesedauer: 2 Minuten

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume hat am Freitag, 17. April 2026, an der Technischen Hochschule Augsburg den Preis für gute Lehre des Wissenschaftsministeriums an herausragende Hochschullehrerinnen und -lehrer verliehen. Zudem wurde erstmals der Anerkennungspreis für vorbildliche Lehre von Lehrbeauftragten vergeben. Auch ein Lehrender der Otto-Friedrich-Universität Bamberg wurde ausgezeichnet: Christian Kremitzl, der bis 2025 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität tätig war, gehört zu den Preisträgern. 

Mit dem Preis würdigt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst jährlich die Arbeit der Lehrenden an staatlichen Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen sowie Kunsthochschulen. Die Auszeichnung ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von ihren Heimathochschulen vorgeschlagen, unter Beteiligung der Studierenden. Voraussetzung für die Verleihung ist eine herausragende Lehrleistung über mindestens zwei Studienjahre.

Markus Blume betonte: „Gute Lehre ist der Herzschlag der Wissenschaft. Wo engagiert und passioniert gelehrt wird, entsteht Neugier, Mut und Vision. Exzellente Lehre ist die Grundlage für exzellente Forschung – das eine gedeiht nicht ohne das andere. Wissenschaft lebt von überzeugender Vermittlung.“ Die Preisträgerinnen und Preisträger seien Helden der Lehre und machten den Unterschied im Hörsaal. „Mit echter Hingabe und beeindruckender Kreativität leisten sie Herausragendes: Sie vermitteln die eigene Begeisterung und formen Persönlichkeiten.“

Lehre auf Augenhöhe und ohne Angst

Christian Kremitzl war von 2018 bis 2025 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Angewandte Informatik in den Kultur-, Geschichts- und Geowissenschaften an der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (WIAI). Seine Lehre zeichnet sich durch klare Struktur, Verständlichkeit und eine enge Begleitung der Studierenden aus.

„Meine Lehre ist von der Annahme geprägt, dass alle Teilnehmenden da sind, weil sie etwas lernen wollen. Angst ist nicht lernförderlich, weshalb ich von Anfang an klar mache, dass jede Frage erlaubt ist“, erläuterte Kremitzl.

Im Programmierkurs des Moduls „Informatik für Kulturwissenschaften“ vermittelte er Studierenden ohne Vorkenntnisse grundlegende Kompetenzen des Programmierens. Ein zentrales Element war dabei das ausführliche und individuell angepasste Feedback zu den eingereichten Aufgaben, das den Lernprozess gezielt unterstützte.

Innovative Konzepte und intensiver Support

Auch in der Übung „Digitale Bibliotheken“ entwickelte Kremitzl das Lehrangebot weiter: Er überarbeitete das Konzept grundlegend und legte den Fokus auf betreutes Lernen und praxisorientierte Projektarbeit. Dafür entwickelte er ein System, das den Studierenden unmittelbares Feedback ermöglichte. Die dadurch frei gewordenen Ressourcen nutzte er gezielt für intensiven Support und persönliche Betreuung. So entstand ein Lernumfeld, das individuelles Vorankommen fördert und gleichzeitig Raum für Fragen und Vertiefung bietet.

Über seine regulären Lehrveranstaltungen hinaus engagierte sich Kremitzl zudem in der „Gitroduction“ sowie im LaTeX-Tutorium und unterstützte Studierende auch dort beim Erwerb wichtiger methodischer und technischer Kompetenzen.

Neben Christian Kremitzl wurden 19 weitere Lehrende aus ganz Bayern ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen des „Bayerischen Tags für gute Lehre“ statt, der Raum für Austausch, Workshops und Diskussionen rund um innovative Lehrformate bot.

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Seite 175844, aktualisiert 21.04.2026