Luisa Albrecht ist 18 Jahre alt und absolviert seit September 2024 ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement an der Universität Bamberg. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Mika-Joel Lotter war sie kürzlich im Dezernat Kommunikation und Alumni (Z/KOM). Eine ihrer Aufgaben war es, sich gegenseitig zu interviewen. Im Interview gibt Luisa Einblicke in ihre Ausbildung und freut sich darauf, zukünftige Auszubildende zu inspirieren, den Schritt in die berufliche Welt an der Universität Bamberg zu wagen.
Wie bist du auf den Ausbildungsplatz an der Universität Bamberg aufmerksam geworden?
Luisa Albrecht: Ehrlich gesagt wusste ich am Anfang gar nicht, dass man an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg eine Ausbildung machen kann. Erst durch meinen Berufsberater an meiner ehemaligen Schule bin ich darauf aufmerksam geworden. Danach habe ich mich genauer informiert und mich schließlich beworben. Besonders angesprochen hat mich, dass man während der Ausbildung verschiedene Bereiche kennenlernen kann und so viele unterschiedliche Einblicke bekommt. Außerdem habe ich bereits vorab ein Praktikum in der Verwaltung gemacht. Dabei habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit im öffentlichen Dienst liegt und ich mir gut vorstellen kann, in diesem Bereich zu arbeiten. Seitdem war für mich klar, dass ich beruflich in den öffentlichen Dienst gehen möchte, auch weil ich dort gute Zukunftsperspektiven sehe.
Was schätzt du besonders an der Ausbildung an der Universität Bamberg im Unterschied zu anderen Ausbildungsstellen?
Ich finde besonders positiv, dass man während der Ausbildung die Möglichkeit hat, verschiedene Bereiche der Universität Bamberg kennenzulernen. Durch den umfangreichen Aufbau und die vielen unterschiedlichen Tätigkeitsfelder kann man in zahlreiche Abteilungen hineinschnuppern und dadurch ein breites Verständnis für die Abläufe und Aufgaben entwickeln. Außerdem lernt man im Laufe der Zeit viele neue Menschen kennen, was ich sehr schätze. Besonders schön ist es, diese auch später bei Veranstaltungen oder Festen wiederzutreffen und sich kurz auszutauschen.
Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
Mein Arbeitsalltag ist ziemlich abwechslungsreich, weil ich immer wieder in verschiedenen Abteilungen eingesetzt bin und dadurch unterschiedliche Aufgaben übernehme. Mal unterstütze ich bei Praktikumsverträgen oder Einstellungen, mal kümmere ich mich um Studierendenausweise oder Zeugnisse – es wird also nie langweilig. Ich fange meistens schon früh an, oft gegen 6.30 Uhr. So bin ich am Nachmittag früher fertig und kann den restlichen Tag gut nutzen. Die Gleitzeitregelung an der Uni finde ich dabei besonders praktisch, weil man seinen Arbeitstag flexibel gestalten kann.

Welche Fähigkeiten oder Kenntnisse hast du in deiner bisherigen Ausbildung erworben, die du für besonders wichtig hältst?
Während meiner Ausbildung an der Universität Bamberg habe ich schon viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Vor allem im Umgang mit Menschen habe ich mich deutlich weiterentwickelt – ich bin deutlich offener geworden und es fällt mir inzwischen viel leichter, auf andere zuzugehen. Auch am Telefon bin ich inzwischen sicherer und führe Gespräche deutlich entspannter. Insgesamt merke ich, dass ich selbstbewusster auftrete und besser kommunizieren kann. Das wird mir später im Berufsleben auf jeden Fall zugutekommen.
Wie wichtig ist der Austausch mit anderen und wie pflegst du diese Kontakte?
Der Austausch mit den anderen Auszubildenden bedeutet mir sehr viel. Ich komme mit allen richtig gut zurecht, und es ist schön zu sehen, wie stark unser Zusammenhalt als Gruppe ist. Dabei habe ich nicht nur Kontakt zu den Azubis der Universität Bamberg, sondern auch zu den Auszubildenden der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Mit den beiden Azubis aus Erlangen, die ebenfalls die gleiche Ausbildung wie wir machen, gehe ich blockweise für zwei Wochen an die Verwaltungsschule in München. Ich bin froh, die beiden im Rahmen der Ausbildung kennengelernt zu haben. Auch wenn wir uns nicht oft sehen, freue ich mich jedes Mal auf die Lehrgänge in München. Die beiden sind mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen.
Gibt es eine Abteilung, die dich besonders überrascht oder begeistert hat? Warum?
Die Personalabteilung hat mich besonders beeindruckt. Dabei ist mir vor allem aufgefallen, wie strukturiert und verantwortungsvoll in diesem Bereich gearbeitet wird und wie stark man sich an viele verschiedene Gesetze und Vorschriften halten muss. Außerdem konnte ich in verschiedene Aufgabenbereiche Einblicke gewinnen, zum Beispiel in Bewerbungsverfahren, bei der Erstellung von Praktikanten- und Telearbeitsverträgen sowie bei der Bearbeitung von Reisekosten. Besonders gut gefallen hat mir, dass ich bei den Leistungsprämien mithelfen und unterstützen durfte. Dadurch habe ich einen sehr guten Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Abteilung bekommen.
Wie findest du den Ausgleich zwischen Ausbildung, Berufsschule und Freizeit?
Damit Berufsschule, Arbeit und Freizeit gut im Gleichgewicht bleiben, brauche ich einen guten Ausgleich. In meiner Freizeit helfe ich gerne meinem Papa bei unserer Landwirtschaft, gehe mit Freunden ins Fitnessstudio und unternehme viel mit meiner Familie. Dadurch kann ich gut abschalten und gehe danach wieder mit klarem Kopf an die Dinge heran.
Womit startest du am liebsten in deinen Arbeitstag?
Ich starte am liebsten in meinen Arbeitstag damit, dass ich mir erstmal einen Tee mache und danach einen kurzen Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen habe, weil das direkt für eine gute Stimmung sorgt und mir den Einstieg erleichtert
Was würdest du deinem Jüngeren Ich aus der Anfangszeit deiner Ausbildung gerne mit auf den Weg geben?
Ich würde meinem jüngeren Ich sagen: Mach dir keinen Stress und vor allem keinen Druck, wenn du am Anfang noch nicht alles von der Uni weißt – das kommt mit der Zeit ganz von allein. Frag immer nach, wenn du dir bei etwas unsicher bist, das ist völlig normal und hilft dir wirklich weiter. Am Anfang ist vieles noch neu und ungewohnt, aber mit der Zeit findest du dich immer besser zurecht und alles wird viel leichter. Du wirst super Leute kennenlernen und viele schöne Momente haben.
Vielen Dank für das Gespräch!
