Der Universitätsrat der Otto-Friedrich-Universität Bamberg hat am Freitag, 6. Februar 2026, Prof. Dr. Kai Fischbach erneut zum Präsidenten der Universität Bamberg gewählt. Die neue Amtszeit beginnt am 1. Oktober 2026 und beträgt sechs Jahre.
Präsident mit Integrationskraft und strategischem Weitblick
„Professor Kai Fischbach hat die Universität Bamberg in den vergangenen Jahren mit strategischem Weitblick, großer Integrationskraft und hoher fachlicher Kompetenz geführt“, sagt Prof. Dr. Merith Niehuss, Vorsitzende des Universitätsrats (im Titelbild rechts). „Der Universitätsrat ist überzeugt, dass er den herausfordernden Entwicklungen in der Hochschullandschaft auch in den kommenden Jahren verantwortungsvoll begegnen und der Universität verlässliche Orientierung geben wird.“
„Die Universität Bamberg ist eine großartige Institution, die sich durch ein klares und eigenständiges Profil auszeichnet: Wir stehen für exzellente Forschungsleistungen in stark interdisziplinären und gesellschaftlich relevanten Schwerpunkten, ein inhaltlich breit aufgestelltes und höchst attraktives Studienangebot sowie vielfältige Beiträge in den Bereichen Transfer und Nachhaltigkeit. Die Universität ist geprägt von einem weltoffenen Geist und einer außergewöhnlich kollegialen Atmosphäre“, sagt Kai Fischbach. „Ich danke dem Universitätsrat für das erneute Vertrauen und freue mich darauf, den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit allen Universitätsangehörigen fortzusetzen.“
Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume: „Ein besonnener, strategisch versierter und bestens vernetzter Kapitän behält das Steuer der Otto-Friedrich-Universität auch weiterhin fest in der Hand: Herzlichen Glückwunsch an Prof. Dr. Kai Fischbach zu seiner Wiederwahl als Präsident! In seiner ersten Amtszeit hat die Universität ihr Profil sichtbar geschärft und ihre Stärken gezielt ausgebaut: Künstliche Intelligenz, Kulturwissenschaften, kritisches Denken – Heimat und Hightech finden in Bamberg genau die richtige Balance. Unter der Ägide von Kai Fischbach setzt die Universität auf kluge interdisziplinäre Konzepte und exzellente Studienbedingungen. Ich freue mich auf die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit.“
Profilschärfung und Weiterentwicklung
Kai Fischbach steht seit 2020 an der Spitze der Universität Bamberg. Seine erste Amtszeit stand im Zeichen eines anspruchsvollen Transformationsprozesses, den die Universität nutzte, um ihr Profil in Forschung, Lehre und Transfer konsequent weiterzuentwickeln. Insgesamt wurden in einem partizipativen Prozess neun Leitbilder und Strategiepapiere erarbeitet, die nun schrittweise implementiert werden und maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung des Hochschulvertrags 2023–2027 beitragen. Zugleich hat sich die Universität erfolgreich im Rahmen der Hightech Agenda Bayern positioniert und neue thematische Schwerpunkte etabliert. Neben dem Ausbau der KI-Forschung gründeten sich etwa die Profilinitiativen Geschlechtersensible Forschung, Gesundheit sowie Mensch und Umwelt. Sie schaffen fakultätsübergreifende Anknüpfungspunkte, stärken die Interdisziplinarität und erhöhen die nationale wie internationale Sichtbarkeit der Universität Bamberg.
Signifikanter Anstieg an Drittmitteln und Professuren
Eng mit dieser inhaltlichen Weiterentwicklung verbunden war ein deutlicher Anstieg an Drittmitteleinwerbungen sowie ein starker personeller Aufwuchs. Seit dem Amtsantritt von Kai Fischbach wurden knapp 60 Lehrstühle und Professuren neu besetzt; insgesamt verzeichnete die Universität dank der Hightech Agenda Bayern einen Zuwachs an Professuren von rund 20 Prozent. Darüber hinaus hat sich Bamberg als Standort für innovatives digitales Lehren und Lernen etabliert. Dass der eingeschlagene Kurs innerhalb der Universität auf breite Unterstützung stößt, spiegelte sich auch in der Wahl zum „Rektor des Jahres“ des Deutschen Hochschulverbands wider, bei der Kai Fischbach in den Jahren 2024 und 2025 die Plätze 6 und 3 belegte.
Klare Perspektiven für die zweite Amtszeit
Den eingeschlagenen Kurs will Kai Fischbach in seiner kommenden Amtszeit fortsetzen. Im Mittelpunkt stehen die weitere Stärkung der Forschungsexzellenz, der Ausbau interdisziplinärer Verbünde sowie eine stärkere nationale und internationale Vernetzung. Im Bereich Studium und Lehre setzt Kai Fischbach auf die stetige Modernisierung des Studienangebots mit einem Fokus auf Zukunftsthemen sowie auf innovative Lehr- und Lernformate und flexible Studienstrukturen. Im Sinne des lebenslangen Lernens sollen auch zusätzliche universitäre Weiterbildungsangebote entstehen.
Darüber hinaus möchte Kai Fischbach den Bereich Transfer und gesellschaftliche Verantwortung weiter stärken, etwa durch den Ausbau von Kooperationen mit Praxispartnerinnen und -partnern sowie durch gemeinwohlorientierte Transferformate wie etwa sogenannte Citizen Science und Community-Engagement-Projekte. Querschnittsthemen wie Nachhaltigkeit, Gleichstellung, Diversität, familiengerechte Arbeitsbedingungen und eine vorausschauende Personal- und Liegenschaftsentwicklung bilden weitere zentrale Handlungsfelder.
Zur Person: Akademischer Werdegang und wissenschaftspolitisches Engagement
Kai Fischbach studierte Mathematik und Sozialwissenschaften an der Universität Siegen und wurde an der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung (WHU) promoviert. Seit 2012 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Soziale Netzwerke, an der Universität Bamberg. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit engagiert er sich seit vielen Jahren in der akademischen Selbstverwaltung sowie in hochschul- und wissenschaftspolitischen Gremien. Aktuell ist er unter anderem Mitglied im Lenkungsrat der TechnologieAllianzOberfranken (TAO), Vorsitzender des Lenkungsrats des Bayerischen Wissenschaftsforums sowie seit 2024 wissenschaftlicher Sprecher des Cleantech-Clusters im Cleantech Innovation Park Hallstadt. Seit 2025 ist er zudem stellvertretender Vorsitzender der Universität Bayern e. V. – Bayerische Universitätenkonferenz.
Universitätsrat bestätigt Fischbach im Amt

Die Präsidentenwahl fand statt, da die Amtszeit von Kai Fischbach regulär am 30. September 2026 endet. Er stellte sich dem Universitätsrat am Wahltag mit seiner Vision für die kommenden Jahre vor; im Anschluss fand die geheime Wahl statt. Der Universitätsrat besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des wissenschaftlichen und wissenschaftsstützenden Personals sowie der Studierenden der Universität Bamberg und aus externen Mitgliedern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Kai Fischbach bildet gemeinsam mit der Kanzlerin der Universität Dr. Dagmar Steuer-Flieser (im Titelbild links) sowie Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten die Universitätsleitung.
